Zu Gast bei Freunden

Blogeintrag Nr.2, das Handy sagt, dass heute Montag ist, irgendwie ist aber noch Sonntagsstimmung in unseren Köpfen.

Von Samsun aus sind wir am Schwarzen Meer weiter in Richtung Georgien gefahren. Da der Abschied von Adem und Levent etwas länger gedauert hat, mussten wir in die Nacht rein fahren und hatten einen fürchterlichen Stellplatz direkt an der Straße. Dafür hat Adem uns aber auch noch zu sich eingeladen und es gab leckeren Kuchen und Tee von seiner Frau. Am nächsten Tag hatten wir die Hoffnung auf einen Platz am Meer schon fast aufgegeben, als wir doch noch das einzige Stück Strand, abseits der Straße gefunden haben. Hier sind Sie dann dran, meine Haare! Sie werden von Jonas und Lukas im Scheinwerferlicht mit dem Rasierer geschoren, nicht schön, dafür aber endlich wieder ein kühler Kopf. Am nächsten Tag sollte es über die Grenze nach Georgien gehen.

Der letzte Tag in der Türkei ist angebrochen – und noch wussten wir nicht, auf was wir uns einlassen. Die PKW-Schlange vor der Grenze war über zwei Kilometer lang – und wir mussten über acht Stunden warten. Nach der Wartezeit wurden wir von den türkischen Grenzern rausgewunken und wurden geröntgt, durften dann aber trotzdem ausreisen. Die Wartezeit konnten wir aber gut als Arbeitstag nutzen. So haben wir die Unterlegkeile fertig gemacht, die Weltkarte auf den Koffer geklebt und ein paar Kabel verkabelt. Vor allem haben wir aber Götz, Maia und ihre Tochter Lotta kennen gelernt. Maia ist eine Georgierin, Götz, ein freischaffender Journalist, der seit 15 Jahren in Georgien Lebt. Sie laden uns ein, Sie zu besuchen, wenn wir in Tiflis sind. Einen Platz für die Nacht finden wir etwa um halb 11 nachts direkt neben einem Hotel, der Besitzer hat aber nichts dagegen, dass wir für eine Nacht bleiben. In der Nacht hat es auch fürchterlich gestürmt und geregnet, aber unsere Wohnung ist trocken geblieben.

Dann ging es weiter Richtung Hauptstadt. 40 Kilometer davor suchen wir ein ruhiges Plätzchen in den Bergen, wo wir aus einer frischen Quelle auch unsere Wasservorräte aufgefüllt haben. Wir haben unweit von einem Friedhof geparkt und Götz hat uns am nächsten Tag erzählt, dass nach unserer Nacht dort ein Feiertag war, an dem mit den Toten getrunken wird und man oft eingeladen wird zum Trinken (und auch nicht ablehnen sollte). Getrunken haben wir dann zwar, aber freiwillig und mit Götz. Zuviel war es am Ende trotzdem, was auch die Sonntagsstimmung in unseren Köpfen erklärt, heute hängen wir alle etwas durch. Wir waren mit Götz auch im Restaurant seines Freundes, Rainer. Er kommt aus Bruchsal und einige von Jonas Freunden kennen ihn sogar. Da fährt man 4000 Kilometer und dann sowas!

Heute waren wir in der Iranischen Botschaft, mussten aber unverrichteter Dinge wieder abziehen, da eine Unterlage aus dem Iran für uns noch nicht eingetroffen war. Wir ahnten schon böses, nachmittags gab es dann aber Entwarnung, das Papier ist eingetroffen (oder aufgetaucht) und dem Visum steht nichts mehr im Weg.

Abends waren wir noch bei Maja und Götz zum Essen eigeladen, Maja hat Schaschlik gemacht und Jonas hat seine Spätzle-Schab Fähigkeiten unter Beweis gestellt.

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2 Kommentare

  1. Barbara sagt:

    Weltkarte macht sich gut! Georgien ist sicher superinteressant …..bin schon etwas neidisch !
    Hab auch wieder dazugelernt: Sonntagsstimmung = Katerstimmung XD Gute Weiterfahrt und weiter soviel Glück mit netten Bekanntschaften.

  2. Thomas Albrecht sagt:

    Passt auf euch auf und immer genug Sprit im Tank und für euch im Koffer. Gute Fahrt! Grüße aus Garmisch. Thomas

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