Von Zuhause bis ans Schwarze Meer

Nachdem wir uns die Letzten 7 Tage nicht haben aufraffen können, einen Blogeintrag zu verfassen, sitzen wir nun nach einer Woche dran und fassen unsere ersten weinig ereignisreichen Km zusammen. Unsere Route ging wie geplant über Österreichen, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien bis in die Türkei. Der Hobel bollert gut und die ersten 700km hatten wir einen Verbrauch von knapp über 22l/100km, in Anbetracht der Strecke über die Alpen erscheint uns das OK. Das nächste Mal Volltanken kommt erst in Georgien oder sogar im Iran…von Dieslpreis her.

Abends haben wir uns bisher immer nette Stellplätze nahe der Autobahn gesucht und sind, bis auf ein Mal, auch fündig geworden.

Uns ist jetzt zum erstem mal wirklich klar geworden, wie gut wir es in der EU haben, wenn es um Grenzen geht. An der Serbischen Grenze hat man uns immer weiter geschickt, zur Bus-Linie, zu den LKW. Bei den LKW hat man uns erbost gefragt, warum wir bei ihnen sind…keiner wollte uns! Wir wurden gewogen und wir sollten 9980kg! Wiegen, mussten 15€ zahlen und durften einreisen (mit unserem ersten Stempel im Pass). Bei der Ausreise dasselbe, warum wir denn in der LKW spur stehen?! Dieses Mal wogen wir nur 9360kg, die Wahrheit kennen wir also noch immer nicht, egal. Einreise nach Bulgarien war sehr viel freundlicher, direkt in die PKW-Spur und smalltalk mit dem grenzer über unser Gefährt gehalten. Die Türkei war die Härteste Nuss. Erst hat die Dame an der Grenze die Versicherungsnummer falsch eingetragen (weil wir ihr das falsche Papier gegeben haben), dann sollten wir zum Röntgen! 20min warten, dann wurden wir ohne Röntgen zur Durchsuchung geschickt mit fast 20l Bier im Gepäck…Freimengeà 2l/Person. Aber der Grenzer war unmotiviert und hat nur in 2 Kisten geschaut, dann nochmal das richtige Versicherungspapier eintragen lassen und fertig.Das ganze hat 2h gedauert.

Ein anderes Thema bei unserer Größe ist die Maut. In Deutschland keine, in Österreich mit einer Box, Kroatien Slowenien und Serbien an Mautstationen und in Bulgarien mit Vignette. Auch hier war die Türkei schwieriger, wir wurden von Tankstelle zu Tankstelle geschickt und immer vertröstet. Kurz vor Ende der letzten Mautstaße habe wir rückwirkend noch eine Vignette bekommen, dank eines Deutschtürken der Gedolmetched hat und uns gesagt hat,“ Weischt du, ich war schon 20zig mal hier, hab nie gezahlt, die sehen gar nix, die sind blind!“ und das nachdem wir gezahlt haben, dafür haben wir ein reines Gewissen, auch nicht schlecht.

Durch Istanbul war auch spannend, zwei Mal falsch abgebogen und zack über die hauptbrücke über den Bosporos, auf dem Weg dahin im Stau hat Moritz fast einen S600 mit Blaulicht und Begleit-Escalade mitgenommen, bzw. sich mitnehmen lassen, da Sie plötzlich im Rückspiegel waren…diese Regierungsdrängler! Anschließend sind wir ans Meer und wollten den nächsten Tag einfach Urlaub machen, war aber nicht! Bis 17Uhr Kleinigkeiten am LKW gemacht, den zweiten Wassertank angeschlossen, die Hupe angeschlossen, Medikamente aufgeräumt mit dem Radio im Führerhaus angefangen. Ruck zuck war der erste Urlaubstag vorbei. An unserem neuen Stellplatz sind wir aber am Wasser gewesen und haben das erste Bad im Schwazen Meer genossen! Endlich in Asien angekommen.

Am 08.01.2012 wollten wir nach Samsun weiter. Kurz vor den Toren der Stadt sind wir von Levent und Mehmet zum Mittagessen eigeladen worden, die Verständigung war zwar schwierig, aber sie hatten ja Adem, einen Kollegen, der viele Jahre in Deutschland lebte. Nach dem Mittag sind wir ihnen Hinterher in Die Stadt gefahren und haben Adem eingesammelt. Gemeinsam sind wir an die Promenade gefahren (vorbei an LKW verbots Schildern…die sind ungültig für uns). Angekommen sollten wir auch wieder weg, weil ein Security meinte, wir dürften hier nicht stehen aber Adem hat telefoniert und so durften wir dann doch bleiben, sogar über Nacht. Anschließend sind wir zum Essen im Restaurant von Tok eingeladen worden. Tok ist der Cousin von Adem und hat auch in Deutschland gearbeitet. Anschließend haben wir noch Bier an der Promenade (in und vor dem LKW) getrunken. Tok und Adem haben sogar eine Zeit lang in Pforzheim gearbeitet und waren in den Clubs dort feiern. Im Flash sind wohl viele hübsche Frauen, sonst nur Yugos, Dawei Dawei! Es war ein sehr lustiger Abend.

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5 Kommentare

  1. Reinhard sagt:

    Das lässt sich doch gut an. Schön von Euch zu hören. Viele Grüße

  2. Natalie sagt:

    Na endlich Bilder und was zum lesen von euch! Ihr dürft euer Publikum nicht so lange hängen lassen 😉
    Klingt schon nach Abenteuer, auch wenn ihr das als wenig ereignisreich bezeichnet.
    Freu mich schon auf News in den nächsten Wochen…
    Gute Fahrt!

  3. Mylène sagt:

    Herzlichen Dank für die tollen Eindrücke. Weiterhin gute Fahrt und bis bald mal wieder ☺ alles Liebe.

  4. Nicholas Bazovsky sagt:

    Hi Lukas and friends!
    It is wunderbar that you are taking this trip.Keep safe and patient. sometimes you have to give a TIP, a bakshish to smooth the trip. I spoke with grandmother today, I was given all the information. Take care!

  5. Nicholas Bazovsky sagt:

    Hi LUKAS and friends. Good luck on the reise!

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